Unsere kleine Farm

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 Früher war das Leben leichter...

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Susa
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BeitragThema: Früher war das Leben leichter...   Fr Sep 10, 2010 7:51 pm

Was meint ihr dazu?
War das Leben früher, zu Zeiten von UkF leichter/ schöner? Oder ist das Leben jetzt besser, inmitten von Wissenschaft und Technik?
Bin gespannt auf Eure Antworten, werde meine Meinung aber erst später schreiben. Very Happy
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Fr Sep 10, 2010 8:26 pm

wenn man sich ukf da ankuckt, ist der erste Gedanke (vielleicht auch etwas naiver Gedanke), dass es damals besser und leichter war. Ich denke, dass es kaum zu vergleichen ist - und nur schon das Auskommen ohne Strom etc. macht das Leben in vielen Bereichen (z.B. Kochen, waschen...) schwieriger, sie hatten kaum eine Verbindung zur Aussenwelt, konnten nur mit Mühe heizen und wenn es z.b. eine Missernte gab, war das Leben wirklich hart!
Ich denke, dass auch die Winter so auf dem Lande sehr krass waren...
Einige Bereiche - vor allem zwischenmenschliche Bereiche könnten auch besser gewesen sein. Man war auf die anderen angewiesen - man pflegte die Nachbarschaft wahrscheinlich mehr (notwendigerweise), die Kinder konnten kaum auf die schiefe Bahn geraten und man war in direktem Kontakt mit seinen Mitmenschen. Auch gab es das Konkurenzdenken noch nicht und die Leistung, die über allem steht - somit weniger Stress in diesem Bereich - dafür kamen die Existenzängste hinzu...
Wahrscheinlich gibt es noch mehr Punkte dazu...

Ich denke also nicht, dass es leichter war - vom Lebensunterhalt her sicher nicht... doch vielleicht waren die Menschen einfach auch zufriedener und dankbarer für kleine Dinge im Leben...

ein paar Gedanken dazu - vielleicht fällt mir später noch was ein Wink

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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Sa Sep 11, 2010 12:00 pm

naja schwer zu sagen.. ich glaube früher musste man den eigenen kopf doch zum größten teil einsetzen..heute gibt es zuviele hilfsmittel für alles..das geht bei kleinigkeiten los..ich bin entsetzt wenn schulkinder nicht mal mehr beigebracht bekommen wie ein simples tele buch funktioniert..man kann ja die auskunft anrufen oder ins internet gehen..das alles alphabetisch geordnet ist ist ihnen wahrscheinlich noch gar nicht aufgefallen..man überlässt das denken der anderen..ist ja alles schon vorbereitet..nur den richtigen knopf drücken..los gehts..sicherlich ist die technik eine feine sache..aber mal ehrlich..wie oft nervt dich dein handy wenn du irgendwo bist und deine ruhe haben willst..oder die arbeit ruft mal wieder obwohl du frei hast..man muss praktisch immer zur verfügung stehen..sicher werden jetzt einige sagen ..na dann sag doch nein..klar in einer zeit wo jeder angst um sein job hat..das war anders..da hat jeder mitangepackt..man war ein gemeinschaft..hat der eine was dann hat es der andere auch..man brauchte sich gegenseitig um zu überleben..heute ist sich jeder der nächste..

ja ich denke für uns heute wäre es unvorstellbar so zu leben wie damals..aber mal ehrlich..wenn man eine gemeinschaft hat auf die man sich verlassen kann und jeder das gleiche für die gleiche mühe bekommt..wäre das nicht eine bessere gesellschaft?..das miteinander ist das was uns reich macht..das gegeneinander zerstört..

nur mal so mein gedanke

liebe grüße melanie
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Sa Sep 11, 2010 10:19 pm

Als leichter würde ich es nicht bezeichnen .....zufriedener oder gar glücklicher vielleicht ...ausgeglichener denke ich auch ....
ansonsten denke ich so ähnlich wie meine Vorredner bzw Scheiber ...das Leben war hart ...sehr hart ...das alltägliche war schwere Arbeit und für etwas extra mußte man noch mehr schuften
wenn eine Krankheitswelle kam starben ganze Dörfer aus und bei Naturkatastrphen auch weil die Ernte weg war oder sie es nicht schaffen konnten wieder was neu aufzubauen ...
die Menschen starben oft relativ jung weil sie am ENde waren mit den Kräften ...und von der Kindersterblichkeit wollen wir mal nicht reden
meine Oma und Opa sagten immer es war ruhiger und gelassener ....aber oft so hart das es keinen Spaß machte ...sie haben viel gehört von ihren Eltern und Großeltern und die lebten ja in der Zeit der Ingalls
die Arbeitstage waren ewig lang kaum Urlaub und wenn dann ohne Geld ...bei Krankheit hattest du eben Pech Ärzte waren oft nicht so vertreten ..
wir wohnen hier ja nun im hohem Norden und es gibt hier Freilicht Museen in denen die Häuser stehen in denen die Menschen 1890 bzw 1900 noch lebten ..sehr interessant aber auch furchtbar ...Lehmhäuser feucht dunkel und kalt ....das kann nicht schön gewesen sein und leichter ....neee leichter nun auch nicht

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Susa
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mo Sep 13, 2010 2:24 pm

@melanie schrieb:
ich bin entsetzt wenn schulkinder nicht mal mehr beigebracht bekommen wie ein simples tele buch funktioniert..

Jep, die einfachsten Dinge wissen die Kinder nicht. Das berühmteste BEispiel ist wohl, wenn manche Stadtkinder denken, das Kühe Lila sind und Kakao geben Rolling Eyes
Mein Bruder hat dafür in der Grundschule schon gelernt, am PC zu schreiben...ich finde, in dem Alter sollte an erstmal überhaupt das schreiben lernen, und zwar mit der Hand.


Ich denke, das Leben früher war schwerer. Vieles, was heute durch Technik abgenommen wird, wurde früher sehr zeitaufwändig mit Hand gemacht. Die Arbeit war hart und man musste Geld verdienen um zu überleben. Heutzutage ist man ja trotz allem noch abgesichert mit Sozialleistungen. Krankheiten waren nicht so schnell und gut zu behandeln...
Aber wiederum - trotz (wegen) Technik, Lebenserleichterungen, usw. - würde ich nicht sagen, dass wir entlasteter sind und mehr Zeit für uns haben. Ich denke, unsere zeit ist viel, viel komplizierter als früher und es wird auch viel mehr von dem Einzelnen erwartet. Eben weil z.B. alles durch irgenwelche Geräte abgenommen wird, entstehen ja neue Probleme, denen wir uns stellen müssen. In der Schule musste man früher die normalen Rechenregeln beherrschen: Heute gibt es Taschenrechner, demnzufolge sind die Aufgaben auch viel schwieriger. Früher ist man mit dem pferdeagen gefahren, heute hat man Autos, kommt also viel schneller ans Ziel, muss also auch mehr am Tag schaffen. Ganz zu schweigen von reparaturen, Steuern, usw., was bei einem Auto anfällt.
Auch denke ich, dass uns er Leben heute viel abstrakter ist, also oft nicht mehr der Bezug zum eigentlichen Leben erkennbar ist, sondern wir nur aufgrund von Regeln und Bestimmungen etwas tun. Vor allem denke ich dabei an alle Art von Bürokratie, die eigentlich keiner versteht (40 Euro Bearbeitungsgebühr für ein Blatt Papier? Lohnangabe von vor 5 Jahren, um Gelder für dieses Jahr zu beantragen?...)
Also vielleicht verlangt unser Leben uns meist nicht so viel körperliche Leistung ab, aber doch war es früher leichter zu führen als heute, wo alles einfach viel komplizierter ist und auch viel unpersönlicher.
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Di Sep 14, 2010 8:01 pm

@Susa schrieb:
Was meint ihr dazu?
War das Leben früher, zu Zeiten von UkF leichter/ schöner? Oder ist das Leben jetzt besser, inmitten von Wissenschaft und Technik?

Bei dieser Fragestellung fällt mir spontan eine Szene aus dem "Langen Winter" ein: Kurz nach Weihnachten, die Schienen sind vom Schnee blockiert, De Smet ist vom Nachschub abgeschnitten. Bei den Ingalls' ist das letzte Kerosin verbraucht, die Familie sitzt im Dunkeln. Zwischen Ma und Pa entspinnt sich folgendes Gespräch:
Zitat :
"Wenn ich nur etwas Fett hätte, könnte ich irgendeine Art von Lampe basteln", überlegte Ma, "Als ich noch ein Mädchen war, hatten wir immer Licht - damals, bevor überhaupt noch jemand von diesem neumodischen Kerosin gehört hatte."
"Das stimmt", sagte Pa, "Diese Zeiten sind zu fortschrittlich, alles hat sich zu schnell geändert. Eisenbahnen und Telegraphie und Kerosin und Kohlenöfen - es ist gut, all diese Dinge zu haben, aber das Problem ist, dass die Leute davon abhängig werden."
LIW: Laura und der lange Winter, Kapitel 19: Wo ein Wille ist...
Ich denke, beim Schauen der Serie vergessen wir nur zu gerne, dass die Ingalls' bereits inmitten von "Wissenschaft und Technik" lebten. Die "gute alte UKF-Zeit" war eine Zeit rasanter Veränderungen: Ohne Eisenbahn wäre die Besiedlung des Mittleren Westens der USA viel viel langsamer verlaufen. Viele Städte, z.B. De Smet oder auch Walnut Grove, wären ohne die Eisenbahn wohl nie gebaut worden.
Es wurde geforscht und erfunden, was das Zeug hielt: Das Telefon war bereits patentiert (1876), ebenso Edisons Phonograph (1877) und Edisons Glühlampe (1879). Robert Koch und andere Wissenschaftler machten zu UKF-Zeiten ihre bahnbrechenden Entdeckungen.
Oder denken wir an die neuen Maschinen, die LIW in ihren Büchern erwähnt: Dreschmaschinen (Laura im großen Wald), Mähmaschinen und Binder (Almanzo und Laura), und Mas wundervolle Nähmaschine nicht zu vergessen (Lauras glückliche Jahre).

Wie heute passten die Menschen sich den Veränderungen an, träumten von einem besseren und einfacheren Leben und trauerten gleichzeitig den "guten alten Zeiten" nach, als man sein Haus noch ohne Kerosin beleuchten konnte, im Planwagen gemütlich über die Prärie schaukelte, im großen Wald auf die Jagd ging... aber trotzdem wurde zusätzlich zur Siedlerstelle, die schwer genug zu bewirtschaften war, noch eine Baumsiedlung beantragt, denn wer Land hatte, wollte auch damals noch mehr... und Pa bildete da keine Ausnahme.

Auch das Bild der genügsamen, glücklichen Familie Ingalls, die in allen Lebenslagen zusammenhält, ist keinesfalls typisch für ihre Zeit. Die Messerschwingende Mrs. Brewster aus "Lauras glückliche Jahre" war leider kein Einzelfall. Gerade unter den Pionieren waren Depressionen und sogar Gewalt in der Familie ziemlich verbreitet - materielle Not, Isolation und das harte Leben an der Besiedlungsgrenze forderten halt nicht nur körperlichen Tribut. Ehrlich, je mehr ich über die Zustände in der realen UKF-Welt lese, desto mehr bewundere ich Ma und Pa.

Würde ich zu UKF-Zeiten leben wollen? Höchstens als Mitglied der oberen Zehntausend. Cool
Ich lebe wirklich gern im Hier und Jetzt in meinem Lehmhäuschen aus UKF-Zeiten mit Omas Möbeln drin, aber mit elektrischem Licht zum Lesen der UKF-Bücher und Fernseher zum UKF-DVDs-Gucken und Internet zum Schwatz mit anderen UKF-Fans.

So, und jetzt drehe ich die Heizung auf und freue mich, dass ich für eine warme Stube nicht erst stundenlang Heuscheite drehen muss. Wink

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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Do Sep 16, 2010 6:31 am

stimmt... an die dazumaligen Technikfortschritte, hab ich gar nicht gedacht... wird aber sehr ein wichtiger Teil gewesen sein - war ja auch von Angst geprägt

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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mi März 23, 2011 12:35 pm

ja, sicher gab es damals auch schon den zwang, sich den technischen neuerungen anzupassen, genau wie heute. nur heute ist dieser zwang viel stärker.

aber bedenkt man mal die jetzige situation mit umweltverschmutzung, zerstörung etc. war es doch damals besser. zwar wurden auch umweltregionen verändert und dem fortschritt angepasst, aber der heutige grad der verschmutzung und - was ncoh schlimmer ist - ignoranz gegenüber der natur - ist auf einem level, das man erstmal toppen muss!!! atomkraftwerke, radioaktivität, regierungen, die meist nur an profit denken...

ja, früher war das leben zwar manchmal beschwerlicher, aber es war auch angenehmer und naturverbundener :-)
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mi März 23, 2011 5:08 pm

ich denke naturverbundener ist ein gutes Stichwort... sie mussten zu einem grossen Teil ja auch, weil sie davon abhingen. Dadurch gab es sicherlich stress, dass z.B. die Ernte kaputt ging etc. doch ich denke, dass die Natur ein wichtiger Bestandteil des Lebens sein sollte - wie es heute ja nicht mehr ist. Und wie du sagst: die Ignoranz ist sehr schlimm!
Es liegt wahrscheinlich auch am globalen Denken. Früher kannte man nur seine Umgebung und seine Wünsche und Sorgen gingen bis zu einer bestimmten Grenze. Das ist heute nicht mehr so und so kann man die Schuld auch schnell einem anderen in die Schuhe schieben und selbst nichts unternehmen.
Es hat sicher beides Vor- und Nachteile. Am Besten fände ich ein globales aber naturverbundenes Denken. Wink

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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mi März 23, 2011 8:50 pm

@sindy schrieb:
... aber bedenkt man mal die jetzige situation mit umweltverschmutzung, zerstörung etc. war es doch damals besser. zwar wurden auch umweltregionen verändert und dem fortschritt angepasst, aber der heutige grad der verschmutzung und - was ncoh schlimmer ist - ignoranz gegenüber der natur - ist auf einem level, das man erstmal toppen muss!!! atomkraftwerke, radioaktivität, regierungen, die meist nur an profit denken...

ja, früher war das leben zwar manchmal beschwerlicher, aber es war auch angenehmer und naturverbundener :-)

Nee, das war es nicht wirklich... Leider hatte die "gute alte" UKF-Zeit auch in dieser Beziehung ihre Schattenseiten. Zwar gab es noch keine Atomkraftwerke, aber um den Schutz der Umwelt haben sich damals die allerwenigsten Gedanken gemacht.

Denk nur mal an die sinnlose Beinahe-Ausrottung der Büffel durch die weißen Siedler. Die Gabelböcke hätten es auch fast nicht geschafft, obwohl die - ähnlich wie die Büffel - vor Ankunft der Weißen in riesigen Herden anzutreffen waren.
Andere Wildtiere wurden wegen ihrer gewinnbringenden Pelze ohne Rücksicht auf Verluste gejagt. Durch die industrielle Austernfischerei wurde im Osten der USA an ganzen Küstenstrichen die Unterwasserwelt für lange Zeit zerstört.

Riesige Waldflächen wurden gerodet, das Holz wurde verbrannt oder zu Holzkohle verarbeitet.
Die Prärien hat man im großen Stil umgepflügt, um Ackerflächen zu gewinnen. Die Folge war, dass der nun offenliegende fruchtbare Boden in Sandstürmen davongetragen wurde.
Absichtlich oder als ungewollte Beimischung in importiertem Saatgetreide wurden Pflanzen eingeschleppt, die sich rasch vermehrten und einheimische Pflanzenarten verdrängten.

Bei der Gewinnung von Bodenschätzen wurden ganze Landstriche verwüstet und / oder durch Chemikalien vergiftet. Es gibt in den Rocky Mountains alte Minen, die heute wegen ihres hochgiftigen Abraums als tickende Zeitbomben gelten.

War die Umwelt zerstört, bestieg man seinen Planwagen oder die Eisenbahn und fing andernorts neu an. Platz war ja genug da...

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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mo März 28, 2011 7:42 pm

ja natürlich haben die menschen schon immer versucht, "sich ihren Platz zu erkämpfen" und, wie du auch gesagt hast, kaum rücksicht genommen auf ihre umwelt, egal ob nun mensch, tier oder pflanze...
vieles, was damals vorgefallen ist, heisse ich ja auch nicht gut, auf keinen fall. (das ist ja genauso bei den kreuzrittern, die viel unheil im namen des glaubens angerichtet haben)

damals hat es ja auch schon begonnen, dass sich die lebensumstände schneller änderten und man das gefühl hatte, mithalten zu müssen. dieser zwang ist natürlich heute viel viel stärker und auch das ganze wirtschaftliche denken ist heute viel ausgeprägter als früher - gerade wenn man heute entscheidungen davon abhängig macht, ob sie geld einbringen - und andere faktoren werden meist aussen vor gelassen...

alles in allem ist das ja ein thema, über das man sich den mund fusselig reden könnte, ohne zu einem genaueren ergebnis/ ansicht zu kommen...
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   So Apr 03, 2011 8:09 pm

Ich würde sagen, dass es früher ganz offensichtlich härter war.

Aber jetzt kommt das Aber ;-)

Vielleicht nimmt man körperlich harte Arbeit, Verzicht und einige Dinge mehr in Kauf, wenn man dafür andere Dinge hat. Ich finde es, auch wenn man das jetzt als absolut kitschig abtun kann, immer wieder toll, wie die Leute eine Gemeinschaft bilden, sich helfen und eben dadurch viel erreichen.

Vielleicht gibt es so etwas heute auch noch auf dem Land aber in der Stadt ist es sicherlich kein Vergleich. Viele Menschen haben nur noch das Ich, Ich, Ich an erster Stelle stehen, das macht das Leben heute nicht gerade schöner. Es ist nur hektisch und schnell und man vergißt bzw. verlernt oft, auch die schönen, kleinen, im ersten Momtent unwichtig erscheinenden Dinge, wahrzunehmen.

Um ehrlich zu sein, beneide ich manchmal das in der Serie gezeigte Leben. Aber in die damalige Realität würde ich ebenfalls eher nicht abtauchen wollen Laughing
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mo Apr 04, 2011 10:40 am

@Lämmchen schrieb:
Ich finde es immer wieder toll, wie die Leute eine Gemeinschaft bilden, sich helfen und eben dadurch viel erreichen.


Um ehrlich zu sein, beneide ich manchmal das in der Serie gezeigte Leben. Aber in die damalige Realität würde ich ebenfalls eher nicht abtauchen wollen Laughing

da kann ich total zustimmen...und finde die ansicht auch auf gar keinen fall kitschig. es ist ja wirklich so, dass man heute z.b. auf facebook etc. hunderte "freunde" hast, aber wirklich ECHTE FREUNDE findet man nur ne hand voll...

und das zeigt auch gerade die erste folge von ukf, die dorfbewohner helfen charles, und verlangen keine gegenleistung dafür - das zeigt doch die herzensgröße der menschen :-) zu heutigen zeiten ist so ein verhalten extrem selten. klar es kommt vor, dass es solche positiven augenblicke gibt, aber meistens umfassen sie eine gegenleistung bzw. hat sich die gesellschaft dahingehend entwickelt, dass diese gegenleistung erwartet wird...
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Mo Apr 04, 2011 12:14 pm

@sindy schrieb:

da kann ich total zustimmen...und finde die ansicht auch auf gar keinen fall kitschig. es ist ja wirklich so, dass man heute z.b. auf facebook etc. hunderte "freunde" hast, aber wirklich ECHTE FREUNDE findet man nur ne hand voll....

Da sprichst Du wahre Worte. Ist schon manchmal wirklich erschreckend, welche Scheinwelten sich oft ergeben.

Auch wenn wir dann alle nicht hier schreiben könnten...vielleicht war die Zeit ohne diese ganzen Multimedia Kram doch gar nicht so verkehrt Surprised

Na ja, wir werden es nie rausfinden, aber so eine Woche Zeitreise würde ich mir jedenfalls gefallen lassen Cool Vielleicht wünsche ich mir dann auch schreiend diesen ganzen heutigen Wahnsinn zurück, wer weiss??
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Fr Jul 04, 2014 1:53 pm

also ich würde sofort tauschen und in die damalige zeit wechseln ....klar musste man viel härter arbeiten , die winter konnten lange und einsam sein . man musste tag täglich ums überleben kämpfen ....
jedoch hatte es durchaus vorteile , denn man brauchte nicht viel geld . man konnte sich zum größten teil selbstversorgen durch die dinge die man angebaut hatte ...
man war glücklicher mit dem was man hatte . es war ruhiger ( ohne diesen ganzen technik mist und ohne autos ect. ) man konnte sich bei einem buch im kerzenlicht bestimmt besser entspannen , als in diesem großstadt lärm vorm fernseher ....
ich könnte mir gut vorstellen , meine tage damit zu vebringen , gemüse und obst einzukochen , die familie zu versorgen und meinem mann zu helfen die farm zu bewirtschaften . damit wäre ich durchaus glücklich und zufrieden .....
natürlich sind krankheiten heute viel besser zu behandeln und auch die hygiene ist um einiges besser . dafür sind etliche krankheiten hinzu gekommen , die , die menschen früher garnicht kannten ....
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Do Nov 06, 2014 3:36 pm

Hm das ist eine interessante Frage.
Ich denke aus der Sicht der Menschen die damals lebten, war das Leben ohne Technik usw. vermutlich einfach, weil sie es schlicht weg nicht anders kannten. Genauso wie uns unser Leben, mit all der Technik leichter vorkommt, weil wir es auch nicht anders kennen.
Ich denke aber das man in der Zeit damals eine bessere Kindheit hatte, weil man einfach freier aufgewachsen ist. Man hat die natur viel intensiver wahrgenommen. Konnte einfach irgendwo im See baden, ohne angst zu haben das der total verkeimt oder verseucht ist. Man konnte Pilze, Beeren ect. aus der Natur pflücken und auch sofort essen. Was ich damals eher als schwierig empfinden würde ist die Hygiene, beim ausbruch von Seuchen,dem Gebären von Kindern oder bei OP´s.
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Sa Apr 04, 2015 9:50 pm

Darüber habe ich beim Schauen der Serie auch schon manchmal nachgedacht.

Einerseits war es damals sicher härter. Vor allem wenn man an Krankheiten denkt.
Es gibt einige Folgen bei denen das deutlich wird.
zB auch bei Fieber...  die Menschen mussten in Eis gepackt werden. Das war sicher nicht sehr angenehm. Da ist es heute schon viel viel einfacher wenn man einfach eine Tablette schluckt, die in den allermeisten Fällen auch wirkt.
Dazu noch Krankheiten die heute leicht heilbar sind, damals aber noch nicht.
Außerdem keine Krankenversicherung...  als Mary im Krankenhaus ist, wird ja zB sehr deutlich wie teuer das alles war.

Auch nicht schön finde ich, dass manche Menschen ihre Eltern nicht mehr wiedersehen wenn sie weg ziehen. Wie zB Charles seine Mutter gar nicht mehr sieht.


Es gibt aber auch Dinge, die ich damals einfacher fand. Es gab großteils noch nicht so eine Bürokratie.
Caroline konnte zB einfach ihre Eier im Laden verkaufen.
Heute wäre das ja nicht so einfach möglich, jedenfalls nicht legal.
Charles konnte auch immer wieder für andere Leute etwas reparieren oder herstellen ohne dafür einen Gewerbeschein zu brauchen.

Außerdem finde ich, dass man heute teilweise schon mit allem überfordert ist.
Alles verändert sich ständig und es wird erwartet, dass man jede neue Technik kennt und sie bedienen kann.

Da stelle ich es mir schon machmal schön vor, wenn man einfach gemütlich zu Hause saß, gelesen hat oder gemeinsam gespielt hat.
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BeitragThema: Re: Früher war das Leben leichter...   Sa Nov 14, 2015 1:41 pm

Während ich hier schreibe, denke ich mir, wie kindlich meine Gedanken eigentlich sind.
Ist doch total blöd, sich zu wünschen, damals bei den Ingalls gelebt zu haben.
Das kommt mir vor, als träume ein Mädchen davon, einen Prinzen zu heiraten und in ein Schloß zu ziehen. 99

Ob ich wirklich sagen kann, dass es früher besser war, weiß ich nicht.

Wie schon viele davor auch geschrieben haben, war der Zusammenhalt untereinander bestimmt viel besser, als heutzutage.
Die Kinder konnten sich noch beschäftigen, durften überall spielen. Heute werden sie eh überall vertrieben, dürfen keinen Lärm machen...
Jeder pocht auf sein Recht. Man darf nicht einfach so kreuz und quer durch den Wald laufen oder einfach mal irgendwo angeln.
Darum beneide ich sie schon.

Klar, war es total schwer, zu überleben.
Und Neider gab es früher auch schon. Da ging es aber um Sachen, die für uns heute lächerlich sind.

Einfach das Pferd nehmen, über die Wiesen galoppieren. Am Abend beim Feuer sitzen ohne Fernseher, ohne Straßenlärm.

Aus medizinischer, gesundheitlicher Sicht geht's uns heute natürlich viel besser. Im Normalfall bekommt man rasch bestmögliche ärztliche Hilfe. Für jedes Wehwehchen ein Mittelchen.
Das war damals natürlich alles andere als einfach.
Trotzdem,
was soll ich sagen:
Ich hätte sehr gerne bei den Ingalls gelebt.
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